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RacingThePlanet - beyond 

Zitat” - folgt sobald ein Adäquates ausgesprochen wurde.

RacingThePlanet - beyond ist in Ergänzung zur 4deserts-Laufserie ein fünfter Lauf von RacingThePlanet, der jedes Jahr an einem anderen Ort ausgetragen wird, das sogenannte “roving” race. Das Konzept ist wie bei den 4deserts angelegt, d.h. auf 6 Etappen, in 7 Tagen, ca. 250km und diverse Höhenmeter auf meist schwierigem Gelände, “self-supported” zurückzulegen. Bisherige Rennen fanden in Vietnam, Namibia, Australien und 2011 in Nepal statt. 2012 soll der Lauf durch Jordanien führen.


Pics by Frederik Lechner
Music by Dan Gibson, Master drummers of Nepal, Moby

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Presse

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RacingThePlanet - Course-marking Nepal 2011

Nach 3 Jahren zog es mich 2011 wieder einmal zum Course-marking, das heißt vor dem Lauf die Strecke zu erkunden und zu markieren und während des Rennens dafür zu sorgen, dass die Markierungen an Ort und Stelle bleiben... was sich in dicht besiedeltem Gebiet ein Mal mehr als große Herausforderung darstellen sollte. Mit einem starken Team um Course-director Pierre Beguin, konnten Karma Sherpa, Thomas Bohne und ich die 210km ausreichend kennzeichnen, so dass alle Läufer die Strecke (teils auch mit Umwegen) ins Ziel finden konnten.
Das Rennen fand in der Gegend um Pokhara, Nepal und teils auf dem Annapurna-Trek statt. Der Kurs führte in 6 Etappen von xx durch ... nach ... . Ein Highlight der Strecke war der Blick auf das Annapurna-Gebiet von Poon-Hill (3200m) aus.
Auf dem Rückweg bot sich noch die Gelegenheit auf Abstecher nach Bakthapur, die Stadt der Frommen und Pashupathinat, einen Hindu-Tempel in Kathmandu.
Nach meinen bisherigen Reisen nach Ägypten, China, Chile musste ich im Nachhinein feststellen, dass ich auf die Lebensumstände in Nepal nicht wirklich vorbereitet war. In Ägypten und China hatte ich ebenfalls schon Menschen in einfachen Lebensumständen gesehen, die Menge der Menschen die in Nepal in Armut leben hat mich jedoch sehr überrascht. So trifft man dort zum Beispiel auf Menschen, die mit einfachsten Mitteln, d.h. meißt mit Ihren Händen, Ackerbau betreiben, Mist ausbringen, die Spreu vom Weizen trennen usw., an der Wasserstelle in der Ortsmitte ihre Wäsche machen oder sich dort waschen. In den Hügeln um Pokhara trifft man auch häufig auf Kinder in Schuluniformen die den Weg zur Schule häufig zu Fuß oder in abenteuerlich anmutenden Bussen der Marke Tata bewältigen.
Hier einige Eindrücke dieses beeindruckenden Landes mit den höchsten Bergen, aber auch den (zumindest in materieller Hinsicht) ärmsten Menschen unserer Erde.

Landwirtschaft in Nepal - Auf Terrassenfeldern wird Reis und Getreide angebaut. Der Ochsenpflug leistet auf den steilen, geschwungenen Terrassen seinen Dienst.

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Ackerbau auf Nepali... wird traditionell von Hand und überwiegend von Frauen getan.

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Büffel, Ziegen, Hühner... liefern all das, was man eben für Milch, Käse und Dal-Bhat braucht.

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Kopfarbeit... egal ob Stroh, Heu, Holz, Gras oder halbe Bäume, Lasten werden über einen Riemen um die Stirn gestemmt.

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Handarbeit - Die Spreu wird nach wie vor von Hand vom Weizen oder Reis getrennt, das Getriede vor den Häusern getrocknet und auch gelagert.

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Leben in Nepal - Der Schulweg wird im (Abenteuer-) Bus...

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... oder zu Fuß zurückgelegt, Namaste ;)

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Unterricht findet auch Mal im Freien statt. Stifte sind immer Willkommen (auch wenn Chocolate, Sweets or Money die ersten Forderungen der kleinen englisch sprechenden Nepalesen sind).

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Essen... kann man in Nepal fast überall. Die Wälder um Pokhara bieten Bananen, Mandarinen und Äpfel. Dal-Bhat (Linsen mit Reis) ist das landestypische Gericht, das mit Kartoffeln (Alu), etwas bitterem Grünzeug und auf Wunsch auch Fleisch oder Fisch serviert wird. Die Zubereitung von Fleisch und Fisch mittels Hackebeil hat den unangenehmen Nebeneffekt unförmiger Knochenstücke die den Verzehr etwas erschweren.

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Um den kulinarischen Genuss nicht unnötig zu trüben, sollten die hygienischen Bedingungen in den Küchen der Restaurant, Lodges und “Dal-Bhat-Höhlen” nicht zu Nahe in Augenschein genommen werden... An viel besuchten Orten ist die Gefahr etwas Verdorbenes zu erwischen gering. Ohne Magenverstimmung und Durchfall wird Trekking in Nepal trotzdem kaum möglich sein. Die mit dem Dal-Bhat gereichte Salsa gibt dem Ganzen eine gehörige Portion Würze. Mit einem kühlen Everest-Bier lässt sich das Feuer im Mund jedoch wieder löschen. Das Pfandsystem für Glasflaschen wurde in Nepal jedoch noch nicht entdeckt und so finden sich vielerorts Berge von gestapelten Glasflaschen die auf eine Wiederverwertung warten.

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Zum Shopping fährt man nach Pokhara wo man im Gemischtwarenladen Seile, Säcke und alles sonstige Nützliche findet. Im lokalen “Mediamarkt“ gibt es nebst Fernsehern auch den zugehörigen Reparaturservice. Der “Supermarkt” bietet alles nötige Haltbare zum Leben. Als Nicht-Nepali wird man immer Sonderpreise bezahlen. Es lässt sich aber mit den Leuten nett handeln.

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An den Trekkingrouten finden sich zahlreiche Lodges und Guesthouses in denen man für umgerechnet 2 bis 3 Euro pro Nacht bei unterschiedlichen Komfort unterkommen kann.

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Brettharte Betten sind fast Standard, während “hot-showers” nur in den stärker frequentierten Lodges verfügbar sind und meist mehr lauwarm als heiß ausfallen. Der eigene Schlafsack ist in weniger besuchten Häusern manchmal ein willkommener Wärmespender. Am Weg finden sich hin und wieder religiöse Stätten, wie Tempel oder auch die sogenannten Stupas mit Gebetsmühlen.

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Wie man in Nepal Wäsche trocknet und Autos repariert überrascht und amüsiert doch hin und wieder. Während sich die nepalische Frau federleicht auf’s Schieferdach schwingt um die getrocknete Wäsche am Abend zusammenzulegen, wagen sich die männlichen Autoschrauber voll Vertrauen (...in die Macht der runden Steine unter der Achse? ... die demontierte Handbremse? ... oder wahrscheinlich den Schutz Buddhas) unter den auf Steinen aufgebockten Patienten, um Achse und Differential des in die Jahre gekommenen Allraders instand zu setzen.

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Neben den bewährten, steinernen Treks auf denen Mensch und Tier gut und trockenen Fußes voran kommen, entstehen mehr und mehr Fahrstraßen, die zumindest Offroad-tauglichen Fahrzeugen den Weg in die hohen, entlegenen Orte der Gegend um Pokhara erschließen. Die Diskussion über die Einflüsse des Straßenbaus  auf den Trekkingtourismus spaltet die Gemüter wohl schon einige Jahre. Ich persönlich wandere lieber auf Steinpfaden als matschigen Jeep-Tracks. Auch der zunehmende Zivilisationsmüll aus Alufolie und Plastikflaschen entlang der Wege mag den gemeinen Alpenwanderer nicht so recht erfreuen. Die Theorie, dass die Dorfbewohner auf Ihren neugewonnenen Zugang zur Zivilisation und den damit verbundenen Produkten stolz seien, mag einem die Vermüllung der Landschaft noch am ehesten erklären. An den eingesetzten Kraftfahrzeugen, deren Nutzung und technischem Zustand hat der deutsche Ingenieur jedoch seine wahre Freude... Slick-Bereifung auf Schotter und Matsch sind nach wie vor die erste Wahl. Hängebrücken aus Stahldraht und Holzplanken sind auf der Strecke immer ein besonderes Highlight.

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Warum fährt man nun eigentlich nach Nepal? Natürlich wegen der Berge!
Annapurna Süd (7219m) und Machapuchare/Fishtail (6993m).

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Bei Sonnenuntergang und Aufgang glühen die Gipfel der Riesen in der Sonne.

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Auf dem Annapurna-Trek bietet sich von Poon-Hill (3200m) aus ein besonderer Blick auf die umliegenden Gipfel des Dhaulaghiri (8167m), Annapurna 1 (8091) und Annapurna Süd (7219m).

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Neben all den Eindrücken der Natur und Kultur hatte die Course-Crew auch noch die Aufgabe die Strecke in bewährter Weise in zartem Pink zu verschönern. Die Land-Cruiser von Toyota leisteten dabei wieder zuverlässig ihren Dienst, auch wenn es das eine oder andere Mal nicht mehr weiter ging (was jedoch meist an der mangelhaften Bereifung des Arbeitsgerätes lag). Vor dem Lauf konnten wir von Pierre noch einige Feinheiten der Streckenplanung lernen. Der Großmeister legt stets höchsten Wert auf die Einhaltung der Streckenabschnitte.

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Mit Kharma und Thomas prüften wir die Strecke nochmals auf Gefahrenstellen und legten Punkte fest, an denen Sherpas zur Hilfe der Läufer eingesetzt werden sollten. Auch wenn in der Nähe von Ortschaften und an viel frequentierten Wegen immer große Teile der Streckenmarkierung verschwanden, hat Ryan Sandes den Weg ins Ziel immer als Erster gefunden (ohne sich zu verlaufen...). 

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Die Ziellinie im Fulbari-Resort-Hotel in Pokhara nach 7 Tagen, 6 Etappen, 210km und ca. 7000HM überquerte mit 1,5h Vorsprung als Erster einmal mehr Ryan Sandes aus Südafrika. Thomas war (wie immer) schon abgereist. Der Rest des Course-Teams gönnte sich nach getaner Arbeit trotzdem ein kühles Bier.

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Hier das Ganze noch Mal in Bildern

 

Im Anschluss an das Rennen führte mich ein Abstecher noch nach Kathmandu, Bakthapur und den Pashupathinat-Tempel. Einige Eindrücke davon gibt es hier - Nepal 2011

Mit RacingThePlanet habe ich nun ca. 1000km Ultramarathonstrecke markiert. Mal sehen wo die Reise als Nächstes hinführt...

 

RacingThePlanet - Race XY 20XX

Die Planung ist noch offen, Sponsoren sind Willkommen -> Contact me at: frederik@fclechner.de

Zur Wahl steht z.B. RacingThePlanet - Jordan 05/2012.

 

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