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Frederik Lechner
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Atacama Crossing, Chile

Wild, extrem, Lechner” (Mark Bergemann)

Atacama Crossing bedeutet wie in der Sahara in 7 Tagen auf 6 Etappen, “self-supported” 250km durch die trockenste Wüste der Erde zu laufen. Die Atacama Crossing ist Teil der 4deserts-Laufserie von RacingThePlanet, die in den heißesten, windigsten, trockensten und kältesten Wüsten der Erde abgehalten wird. Um mir wieder zuerst einmal ein Bild zu verschaffen war ich im Frühjahr 2008 als Volunteer bei der Atacama Crossing um die Strecke zu markieren. Die Atacama Wüste liegt im Norden Chiles an der Grenze zu Argentinien.
Unten meine Berichte und Photos aus Chile.

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Pics by Frederik Lechner, RacingThePlanet
Music by ...

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Presse

Course Marking 2008

Der Flug von Santiago führte mich über Calama im Bus nach San Pedro de Atacama im Norden Chiles In der Casa de Don Tomas traf ich mit Mary Gadams, Kris Wu und Tamas King von RacingThePlanet endlich wieder vertraute Gesichter, die ich schon aus der Sahara und China kannte. Es ist irgendwie komisch die selben Leute an den unterschiedlichsten Orten der Erde zu treffen. Ebenfalls traf ich Bill Spenney von der Nasa, mit dem ich 2006 in der Sahara schon die Strecke markiert hatte. Mit ihm und Dan, dem Camp Manager erkundete ich die Straßen von San Pedro und schnell fanden wir auch erstklassiges Hühnchen das wir auf dem Marktplatz umringt von Hunden verspeisten. Außerdem machten wir auf einem Markt in San Pedro noch einige Besorgungen. Am Mittag pflegte ich im Schatten der Bäume im Innenhof des Hotels noch etwas mein Jetlag bevor wir uns am Abend noch zu einem brandneuen Hotel in der Nähe von San Pedro aufmachten.

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Vom Garten des Hotels Tierra Atacama  hat man einen wunderschönen Blick auf den bekannten Vulkan Licancabur an der Grenze zu Bolivien. Der Pool des Hotels war äußerst einladend, die Preise des Luxusresorts jedoch weniger. Nichtsdestotrotz verbrachten wir Volunteers dort einen schönen Abend. Im Garten lernte ich außerdem die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Adobe kennen. Die in Chile verbreiteten luftgetrockneten Blöcke aus Lehm und Stroh heißen Adobe.

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Nach unserer Rückkehr zum Hotel war inzwischen das Wasser für das Rennen angekommen und so war noch etwas Arbeit angesagt. Am nächsten Morgen machte ich mich mit Tamas, Xavier und Williams auf um die Strecke zu markieren. Bevor wir loslegen konnten war ein wenig Streckenplanung im Sand notwendig... Wir teilten uns auf und so startete ich mit Xavier gleich auf den Saltflats mitten in der Salar de Atacama die Strecke für die vierte Etappe zu markieren, da diese ausschließlich zu Fuß markiert werden konnte. Knirschend bahnten wir unseren Weg auf dem korallenartigen Untergrund durch die Salar und orientierten uns an Fixpunkten am Horizont. Mit Xavier, einem Berg- und Touristenguide aus San Pedro kam ich schnell ins Gespräch und so marschierten wir gut gelaunt durch die mit der steigenden Sonne immer heller werdende Salzebene.

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Von Zeit zu Zeit musste ich feststellen, dass die vermeintlich trockene Wüste gar nicht so trocken war, denn immer wieder brachen wir durch die harte Kruste in matschigen Untergrund ein. An einigen Stellen gab es offene Wasserstellen und sogar Rinnsale. Im Vergleich zur Sahara kann man sich in der Salar de Atacama immmer an den bekannten Vulkanen orientieren, die die Ebene umgeben. Besonders auffällig ist dabei kegelförmige Licancabur. Den Abend des ersten Tages verbrachten wir in einer netten Kneipe in San Pedro zusammen mit den anderen Volunteers bevor wir dann am Samstag vom ersten Camp aus begannen die erste Etappe zu markieren. Gemeinsam mit Xavier startete ich wieder auf die ersten 10km, dieses Mal allerdings auf einer Höhe von über 3500m, was sich sofort in der Leistung im unwegsamen Gelände schwieriger machte.

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Die Vegetation auf dieser Höhe ist spärlich, dafür hatten wir immer wieder das Glück einige Vicunjas sehen zu können. Nach den ersten 10km führte die Strecke steil in ein Tal, dem die Läufer am nächsten Tag für weitere 10km folgen sollten. Tamas hatte inzwischen einen großen Teil der restlichen Strecke markiert, so dass wir noch vor der Dunkelheit die gesamte erste Etappe markiert hatten und rechtzeitig zum Abendessen im Camp waren, wo inzwischen auch alle Läufer eingetroffen waren. Heftiger Wind hatte schon einige Zelte in Mitleidenschaft genommen und es wurde schnell empfindlich kalt als die Sonne unterging. Nichtsdestotrotz freute ich mich unter den Läufern einige bekannte Gesichter wie z.B. Mark Bishop aus Südafrika zu  sehen, mit dem ich gemeinsam das Sahara Race 2007 bestritten hatte.

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Im Zelt lud uns Tamas noch zu einem Geburtstagskuchen ein, der ihm extra aus Hong-Kong geschickt worden war. Nach etwas Kaffee und Rotwein gemeinsam mit einigen anderen Volunteers verbrachten wir eine windige Nacht im ersten Camp auf 3500m. Eine gute Akklimatisation hielt ich schon jetzt für ein solches Rennen für sinnvoll.
Bei Sonnenaufgang machte ich mich auf den Weg um die Markierungen auf dem ersten Abschnitt nochmals zu kontrollieren. Bei windigem Wetter ist das besonders wichtig, da durch den Wind immer wieder Wegmarkierungen verloren gehen. Die 10km mit einigen Höhenmetern schaffte ich laufend sogar in nur knapp mehr als einer Stunde.

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In der Zwischenzeit hatten Tamas und Xavier den Rest der Strecke kontrolliert so dass wir schnell mit der Markierung der zweiten Etappe beginnen konnten. Vor den berühmten Slot Canyons machten wir noch eine kurze Rast in einem Tal, durch das der Fluss Rio San Pedro verläuft. Etwas was man in einer Wüste wie dieser nicht erwarten würde.

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Die Strecke führte dem Tal entlang bis eine kleine Passstraße zu einem Tunnel und anschließend auf das Plateau Altos de Chulacao führte von wo aus man wieder einen faszinierenden Ausblick über die Umgebung hatte. Der weitere Streckenverlauf verlief vorbei an San Pedro zur Laguna Sejas in der Salar de Atacama. Im Schatten des “Ultimate tree” warteten wir auf Xavier, der die letzten 10km markierte. Am Abend fuhren wir zum Tanken zurück nach San Pedro wo uns Xavier außerdem noch mit Original-Empanadas versorgte, einem Vergnügen, das ich aus der Sahara und der Gobi während dem Course marking nicht kannte. Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen hüllte Licancabur in ein unwirkliches Licht.

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Am nächsten Morgen kontrollierte ich das Streckenstück auf dem Hochplateau, das zu dieser Tageszeit völlig anders aussah. Seit dem Vortag hatten einige Touristen Spaß gehabt die Streckenmarkierungen mitzunehmen oder woanders zu platzieren. Ich genoss es die große Düne am Ende des Plateaus als erster an diesem Tag hinunterzulaufen und die erste Spur im Sand zu hinterlassen. Als wir am nächsten Camp an der Lagune ankamen stand die Sonne schon hoch am Himmel und die Finish-Line war aufgebaut. 

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Das salzige Wasser der Lagune war kalt und glasklar. Leider hatten wir nicht viel Zeit das Wasser zu genießen. Der dritte Tag sollte noch lang werden. Wieder teilten wir uns auf um die Strecke zu markieren. Dazu passierten wir einen Kontrollpunkt am Zufahrtsweg zum Alma-Project. Von dort aus markierte ich 10km durch unwegsames Gelände in Richtung der Verbindungsstraße von San Pedro nach Toconao während Tamas und Xavier sich aufteilten um den weiteren Streckenverlauf zu markieren. Mein Abschnitt verlief durch sehr trockenes, unebenes Gelände auf dem man sich leicht die Füße “vertreten” kann. Im hohen Gras die Orientierung zu behalten ist auf diesem Teil der Strecke nicht einfach.

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Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichte ich die Straße wo ich eigentlich meine Kameraden erwartet hatte, doch es war noch niemand dort. Nach längerem Warten fand ich per email heraus, dass die beiden irgendwo mit dem Auto stecken geblieben waren... Irgendwann in der Dunkelheit tauchte dann Xavier mit einem anderen Fahrzeug auf und wir machten uns auf die Suche nach Tamas und Williams, die in der Dunkelheit ihr Fahrzeug “eingegraben” hatten. Als wir zurück im Camp waren schliefen schon alle so dass auch wir nach einem kurzen Abendessen ins Bett gingen.
Der nächste Morgen hielt wieder einen spektakulären Sonnenaufgang hinter Licancabur bereit. Auf der Salar war es am Morgen empfindlich kalt und nach einem kurzen Frühstück begannen wir wie üblich den Tag damit die Streckenmarkierungen zu kontrollieren. Um Zeit zu sparen oder vielleicht eher um nicht wieder stecken zu bleiben, kontrollierten Xavier und Tamas die Markierung per Fernglas vom Auto aus.

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Die abwechslungsreiche Landschaft führte uns dann später auch noch in ein steiniges Tal in dem eine Lamaherde lebte. Der Kontrast der Salzebenen, dem roten Gebirge, der sandigen Hügel und dem steinigen Tal mit den darin wachsenden Pflanzen war verblüffend.

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Inzwischen hatte ich Gefallen daran gefunden die Strecke aufzuteilen und Abschnitte davon auf eigene Faust per GPS zu markieren. Der erste Abschnitt der vierten Etappe der mich durch ein noch kontrastreicheres Gebiet führte war für mich der Höhepunkt der Woche, denn auf den 12km durchquerte ich einige Sanddünen, eine Felsenebene mit Canyons und einem großen Tal mit dschungelartigem Bewuchs, in dem ich erst einen Weg durchs Dickicht finden musste bevor ich endlich gegen 14:00Uhr nass und verdreckt in Toconao ankam wo die anderen bereits in einem kleinen Restaurant ungeduldig auf mich warteten. Der Mittag überraschte uns  mit einem heftigen Sandsturm auf der Salar, der den Himmel verdunkelte und das Camp in Mitleidenschaft zog.

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Einige Regentropfen fielen vom Himmel fielen und bescherten uns einen großen Regenbogen. Am Abend machten wir zum Tanken wieder Halt in San Pedro. Bei der Gelegenheit versorgten wir uns auch noch mit Brot, Thunfisch, Tomaten und Avocados für den nächsten Tag.

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Beim Kontrollieren der Strecke am morgen veränderte ich noch mal den Kurs in dem stark bewachsenen Tal bevor ich Williams am ersten Checkpoint traf. Xavier hatte in der Zwischenzeit den Streckenabschnitt auf der Salzebene gecheckt, so dass wir noch vor dem Mittagessen beginnen konnten die lange 5. Etappe zu markieren. Unterwegs blieben Williams und ich noch mit unserem Fahrzeug im Sand stecken. Den Nissan in der Mittagshitze mit Hilfe der Fußmatten und einem Billig-Wagenheber wieder flott zu bekommen war schwieriger als ich zunächst dachte, so dass wir erst nach ca. 45 Minuten wieder unterwegs waren.

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Am nächsten Morgen hatten wir die Gelegenheit einige Läufer einen der Checkpoints passieren zu sehen bevor wir uns auf den Weg machten den Rest der langen Etappe zu markieren. Die letzten 10km der 78km langen Etappe verlief durch einen engen und trockenen Canyon, der teilweise nur durch Höhlen passierbar war. Mit dem letzten Tageslicht markierten Tamas und ich diesen Abschnitt mit Glowsticks, bevor wir uns an einem “Wasserfall” für die Nacht einrichteten um den Läufern in der Dunkelheit an dieser schwierigen Stelle zu helfen und vor einem Absturz zu bewahren. Gegen 23:00Uhr waren wir hungrig und ziemlich durchgefroren und hatten Xavier schon fast abgeschrieben, als er doch noch auftauchte und uns mit noch warmem Hühnchen und Pommes aus San Pedro versorgte. Selten habe ich ein lauwarmes Grillhendl  so genossen.

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Um nicht einzuschlafen verbrachte ich den Rest der Nacht damit das Tal auf und ab zu gehen um die nach und nach ankommenden Läufer abzufangen. Die nach 65km müden und erschöpften Extremläufer und -geher waren unterschiedlich gut und schlecht gelaunt. Mit Manchen konnte ich noch einen netten Plausch halten, Andere waren kaum ansprechbar. Am nächsten Morgen waren wir froh die kalte Nacht überstanden zu haben. Die letzten Läufer passierten uns erst als es schon wieder hell war. Unter den letzten Läufern war unter anderem ein blinder Koreaner mit einem Helfer, der die schwierige Stelle erstaunlich sicher passierte. Als die Sweepers bei uns ankamen packten wir unsere Sachen und machten uns dann ebenfalls auf den Weg zum letzten Camp.

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Nachdem wir im Camp unser Material und uns selbst sortiert hatten gingen Tamas und ich am Nachmittag mit Xavier noch in ein Freibad das schon bessere Zeiten gesehen hatte. Nach einer Woche ohne Dusche war es trotzdem eine willkommene Erfrischung. Am Abend erklärte uns ein Astronom vom Alma Project am sternklaren Himmel die Entstehung des Universums und was sonst noch  zu sehen war. Der Start am nächsten Morgen fand wie üblich wieder gestaffelt statt. Um noch etwas Training zu bekommen folgten Thomas und ich dem Feld der schnellen Läufer als Sweeper.

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In der letzten Nacht hatte es auf den Bergen um San Pedro geschneit, so dass die Läufer auf den letzten 10km ein wunderschönes Panorama vor Augen hatten bevor Sie in der Ortsmitte neben der alten Kirche von San Pedro ins Ziel liefen.

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An der Ziellinie machten Tamas, Xavier, Williams und ich wieder das obligatorische Photo vom Course Team, das wie immer ganze Arbeit geleistet hatte. Das Festbankett zur Siegerehrung fand am Abend im Freien im Restaurant Ayilluh mit einem großen Barbecue statt bevor sich die Party in die Kneipen San Pedros verlagerte.

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Am Sonntag waren Tamas und ich noch mal bei Williams zu einem Barbecue eingeladen, das wir dankend annahmen. Die chilenische Gastfreundschaft fand ich schon jetzt bemerkenswert und sollte in der kommenden Woche beim Bergsteigen mit Williams nochmals bestätigt werden. Eine anstrengende aber schöne Woche in einer wunderschönen Landschaft ging wieder zu Ende doch viele neue Bekannt- und Freundschaften hatten begonnen. Tamas, Xavier, Williams und ich, das Clown-Team hatten besonders viel Spaß.

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Race 2010

Quick facts:

Auch von einem historischem Erdbeben und einem teils zerstörten Flughafen in Santiago de Chile ließen sich 146 Läufer nicht abhalten, sich an den Start der 250km langen Strecke rund um San Pedro de Atacama im Norden Chiles durchzuschlagen, so dass schon vor dem Start die ersten spannenden Geschichten über den Wettkampf gegen die Zeit erzählt wurden. Leute kamen per Bus aus La Paz in Bolivien oder über Quito in Peru, andere harrten auf den Flughäfen aus, um als Erster einen Platz auf der nächsten Maschine zu bekommen. Als ob ich es geahnt hätte, hatte ich von all dem nichts mit bekommen, da ich mich schon eine Woche vorher auf den Weg gemacht hatte und am Morgen des Erdbebens gelandet war, so dass ich Santiago zum Zeitpunkt des Erdbebens glücklicherweise längst mit dem Bus entlang der Pazifikküste in Richtung Antofagasta verlassen hatte. Die Woche vor dem Rennen hatte ich mich in Antofagasta und der Umgebung von San Pedro an die Temperaturen und die Höhe akklimatisiert. Einen Reisebericht davon gibt es hier zu lesen - Chile und Bolivien 2010.
Die Etappenaufteilung reichte wie üblich von 35 bis 42km auf den ersten 4 Etappen, 78km für die lange, 5. Etappe und 11km für die letzte Etappe, die (mal wieder) mit einem großartigen Zieleinlauf im Zentrum von San Pedro endete. Ryan Sandes, 29 aus Südafrika hat die Gesamtwertung unter 24h gewonnen. Schnellste Frau war Joe Zakrzewski (die übrigens nur von der Polizei Joanna genannt werden möchte), als insgesamt 6. aus Dumfries, Scotland.
Ich selbst beendete das Rennen als 5. der Gesamtwertung nach und überraschte mich damit selbst, da das Training dieses Jahr im Vergleich zu Sahara und Gobi viel geringer ausfiel. Vielleicht ist ja manchmal weniger mehr. Die Temperaturen lagen nachts um die 5-10°C und tagsüber zwischen 30 und 40°C. Die Strecke führte aus dem Norden San Pedros auf über 3000m durch tiefe, teils eikaltes Wasser führende Canyons, Geröllebenen, Sanddünen, Salzebenen, ein grünes nasses Tal (Quebrada de Jerez) und auf der langen Etappe durch das Tal des Mondes (Vallee de la luna), wo einst Wasser durch die engen Schluchten geflossen sein mag, heute aber nur noch Trockenheit herrscht. Am nerven- und “schuh-aufreibendstens” waren definitiv die Abschnitte die über lange Strecken durch korallenartige, brüchige Salzebenen führten wo man sich sehr leicht verletzten konnte. Einen Versuch das Terrain besser zu beschreiben hatte ich in meinem Blog unternommen. Auszüge davon stehen weiter unten.

Nachfolgend eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Tagesetappen, extrahiert aber “ungeschminkt“ aus meinem Blog während der Woche in Anführungszeichen “ “ und ergänzendem Text. Da meine Kamera während dem Lauf zu Bruch ging gibt es dieses mal weniger Fotos, aber vielleicht gilt auch hier, weniger ist mehr.

Im Detail:

Tag 0 - Check-in, Fauler Hund und Musica chilena...
Vor der Anreise fand die obligatorische Ausrüstungskontrolle in der Casa de DonTomas statt, an der sich, wenn auch passiv, der erste Perro de Atacama beteiligte und sich unters Organisationsteam mischte. Giampi und Inan vom Eiscafe Santin in Stuttgart waren mit dabei. Die beiden waren mit mir im selben Zelt untergebracht. Vor dem Start motivierten uns noch eine Gruppe Chilenos  mit rhytmischen, südamerikanischen Klängen aus Flöte, Gitarre und Drums.

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Stage 1 - ... done in 04:28, finished 10th.
“35km von 3200 auf 2400m zuerst durch ein Tal, dann ueber eine Hochebene bevor es steil bergab in eine Senke ging, in der es dann schnell und unaufhaltsam heiss wurde. Bis dahin hatte ich Michael Brehe (Bayernfan im Trikot) verfolgt und dabei “FC Bayern, Stern des Suedens...” vor mich hingesummt waehrend ich meinen Puls auf maximal 160BPM halten konnte. Die ersten 20km waren damit recht gut zu laufen. Danach wurde es anstrengender, aber ich war gut unterwegs, hab allerdings meinen doch störenden Brustgurt abgenommen... dann lauf ich halt nach Gfui :)
Nach der Senke kam ein nicht enden wollendes Tal, das permanent angestiegen ist. Als ich schliesslich am 3. Checkpoint war, war ich recht froh, dass nur noch 3,5km uebrig waren. Im Ziel waren dann 04:28 vergangen. Ryan Sandes war schon nach 03:03!!!! im Ziel.
Meine Position kannte ich bis dahin nicht und war im Ziel doch recht ueberrascht und hoffe dass ich doch nicht wieder zu schnell unterwegs war... we will see.
Blasen gabs bis dahin keine. Sonne zu viel. Hoehe wird weniger. Das Essen schmeckt. So viel fuer heute....”

Der Start auf über 3000m war spürbar schwer und Joe auf meinen Fersen machte es nicht einfacher, bevor es den “highway to hell” hinunterging, über eine schier endlose Ebene, durch ein schier endloses Tal bis schließlich am Horizont das Camp zu erspähen war.

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Stage 2 - Nasse, kalte Füße, Sanddünen und ein Backofen... am Ende 7.
“Steinig, nass und kalt, dann steil und sandig, gefolgt von besch... sandig und heiss. Am Ende warens irgendwas knapp unter 6 Stunden, Platz 6 (bescheuert? anscheinend ja - may the force be with the silly :). Erster Kollateralschaden 1 Kamera... :(
Etwas ausfuehrlicher:
Nach dem Start gings ziemlich schnell in ein enges Tal durch das ein Bach/Fluss (Rio Grand?) mit ziemlich starker Stroemung fliesst. Hab es erstmal langsam angehen lassen, aber irgendwie war ich wieder ziemlich schnell weit vorn... Entweder laufen die anderen langsam oder ich schnell!? Im Unwegsamen Gelaende machen sich auf alle Faelle Gebirgstouren bezahlt. Im Tal zu laufen war absolut genial. Permanente Kuehlung von unten und an die 20 bis 30 Flussquerungen, manchmal war das Tal so eng, dass man nur im knietiefen Wasser laufen konnte. Kurz nach dem ersten CP holte ich Ricky ein und war damit 5. Danach oeffnete sich das Tal bevor wir einen gscheiden Anstieg auf einen Bergruecken zu ueberwinden hatten, von dem es am Ende ueber eine "massive" Sandduene wieder ins Tal zum zweiten CP ging. Dort erstmal Schuhe leeren, Flaschen auffuellen und weiter gings. Durch meine Verfolger habe ich mich ganz schoen unter Druck setzen lassen, habe aber versucht nicht zu sehr zu "pushen" (ist aber irgendwie geil zu wissen dass da nur noch 4 Typen vor einem laufen... :). Den Streckenabschnitt kannte ich schon aus 2008 und vom Training letzte Woche - kurz gesagt: schwierig aber anstrengend.

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Inzwischen war es schon wieder ziemlich heiss geworden (ca. 11:00), so dass ich nur noch mehr gehen als laufen konnte. Beim regelmaessigen Blick ueber die Schulter liess sich ca. ab km 25 immer wieder "einer" blicken so dass ich versucht habe den Abstand zu halten. Es war aber inzwischen brutal heiss und der Untergrund war auch hoechstens zu 50% "laufbar". Bis CP3 und noch ein gutes Stueck weiter konnte ich meine Position jedenfalls halten, bevor mich kurz vor "ultimate tree" ein Inselaffe eingeholt und ueberholt hat. Ein kurzer Versuch zu folgen  blieb erfolglos. Der Typ konnte noch bis ins Ziel laufen, waehrend ich tapfer weitermarschiert bin um das Ziel zu erreichen. Den Abschnitt von 20 bis 40km hatte ich vom course-marking absolut nicht mehr so schwierig in Erinnerung, aber wat mut dat mut, wa? Im Ziel angekommen war ich froh, dass ich nicht noch weiter eingeholt wurde. Kurz nach mir kam Joe, die derzeit bestplatzierte Frau ins Ziel, die uebrigens all ihre Ausruestung verloren hat und mit "Stueckwerk" unterwegs ist - Respekt! Some might call her a tough bi... Sorry.
Meine Ernaehrungsstrategie scheint halbwegs aufzugehen. Pro 10km ein in Wasser aufgeloestes Powergel scheint zu reichen. Elektrolyte schmeise ich meinem Magen zu Liebe erst im Camp ein. Schaumermal wie sich meine Haxen bis morgen erholen. Blasen gibts immer noch keine, nur der grosse rechte Zehennagel zwickt schon wieder... Die Kompressionssocken scheinen ihren Zweck auch ganz gut zu erfuellen und geben ausserdem ganz guten Sonnenschutz.
Fuer morgen werde ich wieder versuchen waehrend den kuehlen Stunden so viel wie moeglich km hinter mich zu bringen, bevor der Backofen hier wieder hochfaehrt. Hab selten so etwas erlebt. Der Wind der ab und zu weht bringt etwas Erleichterung, aber das atmen faellt hier echt schwer. Und ja, ich bringe gerne etwas von der Hitze mit nach Hause!
Jetzt gibts dann erstmal Huehner-Nudelsuppe und spaeter noch lecker Pasta :), gefolgt von Walnuessen und nem halben Powerbar. Man isst was man kriegt... bzw dabei hat.
So viel mal wieder fuer heute. Lookin forward to kick more as..es :) ...”

Stage 3 - Auf die Knie, durchs Gestrüpp und ab ins Ziel... ein Erklärungsversuch zur Beschaffenheit des Terrains...
“... Heute war also stage 3 faellig die mir vom Course-marking nicht besonders freundlich in Erinnerung war. Allisdair hat beim Course-briefing ausserdem noch angemerkt, dass viele Leute diese Etappe schlimmer als die saltflats finden. Wir waren also gespannt was uns erwartet. 10m nach der Startlinie war dann auch schon klar worum es ging - ich versuche das mal ungefaehr zu erklaeren -
man nehme:
Einen Acker auf der schwaebischen Alb, pfluege ihn gruendlich, aber kreuz und quer und tief, trockne ihn, gefriere ihn und mache das ganze noch etwas poroes und bruechig. Dazwischen pflanze man mannshohe Buesche, trockne diese und breche Teile davon ab, damit das ganze schoen kratzt und sticht. Darueber lauft man dann (oder versucht es) und hofft bei jedem Schritt nicht einzubrechen, sich irgendeinen Koerperteil zu verstauchen oder zu brechen oder so wie ich schlagartig auf die Knie zu gehen und sich Haende und Knie zu zerschneiden... nevermind. Blut trocknet ja schliesslich und weiter gehts.
Nach 4,5km davon kamen wir auf einen ganz ertraeglichen 4x4-track auf dem es dann fuer mich in 1:15 zum CP1 ging.
Von dort ging es recht zuegig weiter auf einer "Strasse" zum CP2 in 2:30. Die Kondition war bis dahin "quite well", ich liess aber bewusst einige Laeufer ziehen. Nicht zu schnell angehen die anderen werden schon einbrechen.
Am CP2 war ich 9. Die folgenden 10km waren wieder groesstenteils ueber den oben beschriebenen "Horroruntergrund" auf dem nicht viel zu laufen war. Trotzdem konnte ich nach ca 2km Michael wieder einholen und hab mich dann an die Fersen von Joe und Mark gehaengt.

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Kurz nach dem 3. CP konnte ich dann auf die beiden aufschliessen und nach kurzem Zoegern auch ueberholen... (stupid is who stupid does... yes). Damit war ich dann wie gestern 5. In der Entfernung war sogar #4 zu sehen. Ihn einzuholen hab ich dann aber nach ca 15 Minuten aufgegeben (gscheid, gell?). Der Untergrund war streckenweise ganz gut, jedoch mit Steigung und es wurde auch schon wieder heiss... Mark und Joe waren mir permanent auf den Fersen, aber ich wollte nicht schon wieder meine hart erkaempfte Position aufgeben und so kaempfte ich mich durch die 11,5km die gegen Ende mit steilen Sandduenenn gespickt waren, bevor es kurz vor dem Ziel in das lang ersehnte gruene Tal hinabging. Joe und Mark hatten sich wohl vorgenommen mich wieder einzuholen und zeitweise fuerchtete ich auch dass Sie das schaffen wuerden. Am letzten (brutalen) Anstieg vor dem Camp wusste ich dann aber, dass es bei Platz 5 bleiben wuerde. Einziger Wehmutstropfen war, dass fuer die top 5 ein mandatory equipment check angesagt war. Aber auch der war kein Problem.
Im Ziel war ich nach ca. 5:40 jedenfalls ziemlich erschoepft, das Wasser war aus und ich freute mich ueber meine frische Ration (wenn auch warm). Ein kurzer Recovery-drink und nach dem equipment-check war erstmal Wunden lecken angesagt - Knie und Haende vom Blut befreien und mit Jod behandeln, Blasencheck und auf zum bloggen :). Soweit gibts noch keine schlimmen Blasen. Der Nagel am grossen Zeh haelt noch. Muskeln sind muede aber in Ordnung. So weit so gut also. 
Den Rest des Tages ist in der Gluthitze im Camp Erholung und Auffuellen der Reserven angesagt. Ich bin gespannt ob meine mitgebrachten Kalorien ausreichen. Ich frage mich langsam was mein Koerper waehrend dem Lauf eigentlich verbrennt. Das in Wasser aufgeloeste Gel funktioniert jedenfalls ganz gut. Mein Magen verlangt aber inzwischen ab und zu auch feste Nahrung waehrend dem Lauf. Spaetestens auf der langen Etappe werd ich wohl ausser dem Powerbar noch etwas anderes zufuehren muessen. Der chilenische Beefjerkey ist dermassen trocken, dass man ihn nur mit Suppe runterkriegt.
Well then. Ich hoffe ich kann das Tempo auch weiter halten. Lustig ist, dass ich nicht wirklich "hart" laufe. Ansonsten wuerde das nicht funktionieren. Vielleicht liegt es auch an der relativ guten Akklimatisierung die ich im Vergleich zu den anderen hatte. Jedenfalls gehts mir gut. No worries then.
Lost and found: Meine Kamera ist gestern wieder aufgetaucht. Ist leider kaputt :(, aber wenigstens hab ich die Speicherkarte :)...”

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Stage 4 - ... ein frisches, wenn auch ungewolltes Bad, Hunde und ein Endspurt...
“Eberhard hat doch recht: Warum gehen wenn man auch laufen kann? In diesem Sinne ging es die letzten 6km ins Ziel... aber erstmal von vorne. Die letzten "Laeufer" kamen gestern Nacht irgendwann nach 11 ins Ziel und waren tatsaechlich um 08:00 wieder am Start! Hut ab davor. Ich hab keine Ahnung wie man so lange in der Hitze unterwegs sein kann und sich dann noch kurz ueber Nacht wieder erholt. Aus diesem Grund laufe ich halt a bissl schneller ;)
Fuer heute waren 42.8km auf dem Programm. Den ersten Teil davon kannte ich noch vom Course-marking und freute mich schon auf kuehles Nass. Vorher mussten wir jedoch durch Sand und Geroell ca 8km bis Toconao laufen und dabei einiges an Hoehe gewinnen, bevor es steil in die Quebrada de Jerez hinunterging. Schwer vorstellbar, dass mitten in dieser Wueste aus Sand und Stein in einer kleinen Schlucht eine gruene Oase gedeiht. Jedenfalls sind wir wie angestochen dem kleinen Bach gefolgt (schoen frisch), bis fast jeder brusttief in ein Loch mitten im Bach gefallen ist. An dieser Stelle war ich dann endlich wach und hab die letzten Meter zum Checkpoint hinter mich gebracht. Dort musste ich erstmal den nassen Sandhaufen aus meinen Schuhen kratzen um weiterlaufen zu koennen. Mark, der gestern einen Zehennagel gelassen hat, Michael und Erica waren an dieser Stelle ungefaehr gleich schnell.
Weiter gings dann nass aber gluecklich durch die Oase nach Toconao, wo ich schmerzlich an Cola und Empanada vor 2 Jahren zurueckdachte... am liebsten haette ich angehalten und gscheid eingekehrt, aber Michael machte Tempo und ich folgte ihm. Kurz nach dem Ortsausgang fuehrte der Kurs ueber eine schier endlose Ebene zu einem Wald mitten auf der Salar der Atacama. Weit vor uns sah ich Joe und noch einen Kameraden laufen, aber versuchte erstmal mein Tempo zu laufen. Der Weg war noch lang und heiss. Irgendwann ueberholte uns ein Perro de Atacama (Hunde die hier ueberall rumhaengen) der uns dann ueber die gesamte Salzebene begleitete und erst am 3. CP wegen Wassermangels zurueck blieb (inzwischen ist er auch hier). Michael war inzwischen etwas zuruekgefallen, Joe kam langsam naeher und Rowley, der mich auf der 2. Etappe kurz vor dem Ziel noch eingeholt hat, hatte mich ueberholt. But no worries, the race is over when the race is over ;) Am 2. CP angekommen fuehlte ich mich viel erschoepfter als gestern und es war wieder dermassen heiss, dass ich nicht dachte heute viel reissen zu koennen.
Nach dem 2. CP fuehrte uns der Kurs uber 14km auf die beruechtigten Salzebenen, die teils noch schlechter zu laufen sind als mein gestern beschriebener Acker. Teils gehend, teils stolpernd versuchte ich halbwegs an Joe und Rowley dranzubleiben, hatte damit aber erstmal meine Probleme. Allein "da draussen" zu sein schlaegt ganz schoen aufs Gemuet, also wollte ich mich etwas Musik ablenken, aber anscheinend hat der ipod nach dem morgentlichen Bad ebenfalls den Dienst quittiert. Also musste es so weitergehen. Dazu kam, dass inzwischen hinter mir wieder jemand zu sehen war, also blieb mir ja nichts anderes uebrig als die anderen beiden einzuholen um nicht so allein auf der Flucht zu sein. Am 3. CP waren dann Joe, Rowley und ich gleichzeitig angekommen und auf Position 4, 5, und 6. Unsere Verfolger Mark und Rodrigo (#3) waren kurz nach uns dort. Die beiden wollte ich auf jeden Fall nicht wieder vorbeiziehen lassen.
Also, auf gings auf die letzten 6km. Laufen war angesagt. Zu Joe und Rowley konnte ich etwas Abstand gewinnen, ploetzlich war in der Ferne das Camp zu sehen und ich hatte schliesslich noch eine Rechnung mit Rowley offen. Ausserdem lockte heute Platz 4. Ich versuchte mein Tempo zu halten, aber ich fuerchtete schon, dass Rowley nicht so schnell aufgeben wuerde. So presste ich alle 500m einen Schluck heisses Wasser mit Powergel runter (lecker) und sagte mir "stupid is who stupid does". So liefen wir wie Katz und Maus die uebrigen 6km in ca. 40 Minuten bis ins Ziel. Ich musste immer wieder kurze Gehpausen einlegen und fuerchtete schon dass er mich einholen wuerde. Anyway, Rowley kam gefolgt von Joe ca. 3 Minuten nach mir an. Das war also Platz 4 :) Feels good, Jihaa!

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Morgen stehen 73km auf dem Programm. Danach nochmal schlappe 10. Nach den gestrigen Ergebnissen sind die Plaetze 5 bis 8 sehr nahe beieinander, 9 bis 11 sind auch nicht ausser Reichweite. Ich werde dann morgen versuchen wenigstens die Top10 halten zu koennen. Schaumermal ob das klappt.
So viel wieder fuer heute. Wieder einmal Danke fuer all eure emails und Kommentare! Freut mich dass es euch gefaellt.”

Stage 5 - The long stage  und Stage 6 - and a piece of cake...
“... nach euren Blogeintraegen scheinen die Ergebnisse der langen Etappe ja schon bekannt zu sein.
Kurz gesagt, die Etappe war lang, heiss und nicht ganz einfach. Trotzdem konnte ich Platz 5 halten. Nach einem holprigen Start kam ich langsam in Schwung bis ich nach ca 25km das Feld anfuehrte (die 4 schnellen Jungs waren noch nicht gestartet).

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Zwischen dem 3. und 4. CP wurde es wieder bruetend heiss, so dass mich Mark und Rowley wieder einholten. Gluecklicherweise konnte ich mit den beiden bis ins Ziel laufen (keine Ahnung wie). Nach 10h und 13 Minuten waren wir jedenfalls noch bei Tageslicht im Camp. Dort versuchte ich mich erstmal wieder halbwegs aufzupeppeln, denn viel Energie war nicht mehr im Tank. Jetzt bin ich erstmal fix und fertig und will noch in den Pool :) Einen ausfuehrlichen Bericht ueber die lange Etappe werde ich evtl noch auf meiner website verfassen.

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Die letzten 10km heute vergingen quasi wie im Flug. Nach dem Start lief ich zu den Red hot chili peppers so gut es ging obwohl mir Michael und der Rerst der Meute an den Fersen hing. Lange glaubte ich, das Tempo nicht halten zu koennen, doch irgendwie klappte es doch. Schliesslich kam ich knapp unter 1h als 3. im Ziel an :) Nach einigen Umarmungen stuerzte ich mich erstmal uebergluecklich auf Pizza und Cola waehrend nach und nach die anderen Laeufer ins Ziel kamen.
Top 5 ist schliesslich das Ergebnis!!! Wie geil :) So, genug fuer heute. Vielleicht schreib ich morgen noch was. Jetzt gehe ich erstmal bei ca. 40 Grad in einen kuehlen Pool. Man darf neidisch sein! ...”

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Fazit

  • Vorbereitung - Weniger scheint mehr. Akklimatisierung ist Alles!
  • Verstecke deinen wertvollen, saftigen Beef-Jerkey! Customs like it a lot...
  • Recoverite rocks, compression socks ebenfalls.
  • Dreh dich nicht um wenn du verfolgt wirst. Das macht nur nervös und motiviert den Verfolger (Danke Eberhard)!
  • Lauf DEIN Tempo. Die anderen werden von alleine langsam.

Als nächstes?

  • RacingThePlanet Nepal 2011

Dank -
Wie immer an alle die mich unterstützt haben. Ihr habt mich mit durchs Rennen und ins Ziel gebracht!
Besonderen Dank auch an alle die eine Spende an die Deutsche Krebshilfe geleistet haben. Das Spendenmeter ist aktualisiert und unter www.fclechner.de/html/1000km_gegen_krebs.html einzusehen.

Es kann auch weiterhin gespendet werden Wie es aussieht muss ich wohl noch etwas länger laufen um das Spendenziel zu erreichen... Mit den 1000km wird’s jedenfalls nicht reichen. Ihr habt es in der Hand ;)
Für alle Sparfüchse noch ein Hinweis: Die Krebshilfe sendet automatisch Spendenbescheinigungen zu, die in der Steuererklärung geltend gemacht werden können.

Vielen herzlichen Dank nochmals!
Frederik.

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